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Green Steel Blog

Starker Partner europäischer Bahnen

Wir beliefern Bahn-Infrastrukturprojekte mit CO2-reduziertem Stahl.

Anfang April luden wir zusammen mit der TrackNet Gruppe Schweizer Bahnoberbau-Spezialisten zum Austausch über Nachhaltigkeitsthemen rund um den Eisenbahngleisoberbau nach Unterwellenborn ein. TrackNet ist Marktführer für die Lieferung und Wartung von Eisenbahn-Oberbaumaterial in der Schweiz. Insgesamt folgten 25 Personen der Einladung – darunter Unternehmensvertreter der TrackNet Gruppe (Tensol Rail, EFSA), SBB Schweizerische Bundesbahnen, KPZ-Fahrbahn AG, MOB, SZS Stahlbau Zentrum Schweiz, Hyperion GmbH Deutschland sowie weitere Schweizer Bauingenieure.

Sie alle verbindet die Leidenschaft für das Thema Bahn. Auch unser Unternehmen ist diesem Thema stark verbunden und das in vielerlei Hinsicht: zum einen ist die Bahn aus umwelt- und wirtschaftlichen Gesichtspunkten unser bevorzugtes Transportmittel in der Logistik: gut zwei Drittel der Fertigerzeugnisse transportieren wir mit der Bahn und das überwiegend in CO2-neutraler grüner Logistik. Zum anderen beliefern wir nachhaltige Konstruktionen für europäische Infrastrukturprojekte der Bahnen und zwar ausschließlich mit unserem CO2-reduzierten SWT Stahlwerk Thüringen Green Steel®. Des Weiteren ist Stahlwerk Thüringen Marktführer für die Stahlschwellenproduktion in Mitteleuropa.

Auf der Agenda standen neben vielen Präsentationen die Übergabe des Green Steel Zertifikats an die TrackNet Group, eine Werksführung sowie die Enthüllung und Taufe einer Stahlschwelle.

Vertreter von SWT bei ihren Präsentationen zur Entwicklung des Stahlwerks, der Green Steel Strategie, zu den Green Steel Angeboten für europäische Bahnen und zum Vergleich von unterschiedlichen Gleisoberbausystemen in Bezug auf die CO2e-Emissionsbilanzen. Oben links Frank Wagner (Leiter Produktion), oben rechts Julien Grass Feria (Projektingenieur Produktion), unten links Alexander Stier (Leiter Verkauf und Logistik), unten rechts Dr. Rolf Wendler (Agentur SWT Special Rail Products)

Die Übergabe des Green Steel Zertifikats durch die Geschäftsleitung der Stahlwerk Thüringen GmbH an den Direktor der TrackNet Gruppe war eines der Highlights der Zusammenkunft. Das Zertifikat attestiert, dass alle Schwellenprofile, die 2023 geliefert wurden, als emissionsreduzierter SWT Stahlwerk Thüringen Green Steel® mit Emissionen von unter 330 kg CO2e pro Tonne Stahl produziert und versendet wurden. Die eingesparten Emissionen in Tonnen CO2 liegen dabei im hohen vierstelligen Bereich.

Feierliche Übergabe des Green Steel Zertifikats, v.l.n.r.: Udo Wicke (Leiter Qualitätsstelle SWT), Frank Wagner (Leiter Produktion SWT), Alexander Stier (Leiter Verkauf und Logistik SWT), Jean-Louis Monnier (Mitglied Verwaltungsrat und Direktor TrackNet)

Ein weiterer Höhepunkt war die Enthüllung und Taufe der nach Kundenspezifikation gewalzten Stahlschwelle, welche ab sofort mit der Einwalzung „GREEN STEEL“ geliefert wird:


Laurent Audergon, Geschäftsführer SZS Stahlbau Zentrum Schweiz, sieht die Schweiz als Vorreiter für nachhaltigen Stahlbau. Bereits seit 2010 wurde ÖKOSTAHL samt eigener Umweltproduktdeklaration in der Schweiz etabliert. In öffentlichen Ausschreibungen gilt es nun, das Qualitätsmerkmal „Emissionsgehalt“ als Teil der Nachhaltigkeitsbetrachtung verstärkt zu implementieren und als Standard in Ausschreibungen der SBB festzulegen. Dies könnte über ein Bonus-/Malus-System geschehen: je kleiner die CO2e-Emissionen einer Konstruktion, desto höher die Belohnung – während CO2e-intensive Projekte eine Strafe erhalten, was diese dann verteuert.

Laurent Audergon (Geschäftsführer SZS) erläutert den ÖKOSTAHL

Im direkten Austausch mit der SBB referierte Dr. Patrick Braess der Firma TrackNet über Anwendungsprojekte der von TrackNet entwickelten Stahlschwellen und welche Optimierungen das Unternehmen durchführte. Bisher werden Stahlschwellen zwischen 35-40 Jahre lang im Streckennetz eingesetzt. Mit einem neu entwickelten Befestigungssystem habe das Produkt auch weit darüber hinaus herausragende qualitative Eigenschaften, sodass es erlaubt sein müsse die Liegezeitvorschrift auf 75 Jahre zu erhöhen.

Dr. Patrick Braess (TrackNet) im Gespräch mit den Teilnehmern des Treffens

In der sich anschließenden Diskussion erläuterten Vertreter der SBB die Bedeutung der Nachhaltigkeitsstrategie für ihr Unternehmen. Herr Frenzel (Geschäftsführer Hyperion GmbH) berichtete über seine Erfahrungen als Entwickler von Gleisbaumaterial und Gleisbauplaner und verwies auf die dringende Notwendigkeit, Nachhaltigkeitskriterien auch in den Bahnbauprojekten in Deutschland zu implementieren.

Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen und den Prozess von der Materialherstellung bis zum Einbau im Gleis bezüglich Nachhaltigkeit ganzheitlich zu durchdenken, um so optimale Ergebnisse bei der CO2e-Emissionsreduzierung zu erreichen.

Die neue Generation von Ingenieuren bei Herstellern und Anwendern legt besonderen Wert auf Initiativen, welche die Nachhaltigkeit, die Dauerhaftigkeit und die Schonung unserer Ressourcen berücksichtigen. Genau das erwarten die kommenden Generationen von uns.

Stahl, der europäische Bahnen nachhaltig trägt.