SWT Green Energy

Unsere Energieeffizienz verbessern wir kontinuierlich in allen Unternehmensprozessen. Mit der Etablierung der DIN EN ISO 50001 im Jahr 2012 haben wir unser Energiemanagement auf eine neue Stufe gestellt. Mit dieser Zertifizierung verpflichten wir uns zu einer eigenen ressourcenschonenden Energiepolitik.

SWT Green Electric

Für unseren SWT Green Steel nutzen wir 100% erneuerbare Elektroenergie, garantiert durch Herkunftsnachweise. Das spart aktuell jährlich 202.000 Tonnen CO2 ein.

Stahlwerk Thüringen hat umfangreiche Projekte auf den Weg gebracht um die Erzeugung von regionaler erneuerbarer Energie auszubauen und die Elektroenergie zu 100% grün zu halten. So wurden ausgewählte Werksgebäude dahingehend überprüft, ob das jeweilige Dach für eine Photovoltaikanlage in Frage kommt und den hohen statischen Anforderungen hinsichtlich Traglast entspricht. Im ersten Schritt wurden daraufhin auf zwei unserer Lagerhallen PV-Anlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von zusammen etwa 400 kW und einem erwarteten Jahresertrag von etwa 350.000 kWh installiert und Anfang August 2025 in Betrieb genommen. Bis zum Ende des Inbetriebnahmejahres konnten bereits etwa 130.000 kWh generiert werden. Diesen Ertrag verbrauchen wir zu 100% selbst. Die Inbetriebnahme der PV-Anlage auf dem Dach des neuen Anschlussbahngebäudes ist für dieses Jahr geplant. Wir initiieren und treiben regionale Solarstromprojekte voran, planen regionalen Solarstrom zu nutzen und untersuchen Möglichkeiten zur Nutzung von Windenergie.

In unserer Walzendreherei haben wir einen neuen Schachtofen installiert und gleichzeitig dessen technische Prozesse optimiert. Der Ofen erwärmt jetzt Komponenten der Walzen elektrisch statt wie bisher durch die Verwendung von Erdgas. Da Stahlwerk Thüringen ausschließlich grünen Strom aus regenerativen Quellen verwendet, ist damit eine direkte CO2-Einsparung verbunden.

Für den Walzwerksofen untersuchen wir ein hybrides Erwärmungsmodell: Erdgas könnte hierbei neben dem Einsatz von Wasserstoff partiell durch grüne Elektroenergie ersetzt werden. Dabei sehen wir die Induktionstechnologie zur separaten Vorwärmung als vielversprechende Alternative zur fossilen Energiequelle Erdgas an.

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Grüner Strom

SWT Green Biomass

Wir wollen fossile Energieträger sukzessiv durch grüne Einsatzstoffe ersetzen. So sollen im Lichtbogenofen die fossilen Energieträger Kohle und Erdgas, neben einer Bedarfsreduzierung durch höheren Elektroenergieeintrag, schrittweise durch fossilfreie Alternativen ersetzt werden. Unser langfristiges Ziel ist die Nutzung von 100% Biogas und Biokohle.

SWT Green Hydrogen

Bis zum Jahr 2040 möchten wir klimaneutral erzeugten Wasserstoff nutzen und auch damit den fossilen Energieträger Erdgas ersetzen. Ziel ist unter anderem die hundertprozentige CO2-Reduktion im Wiedererwärmungsofen des Walzwerks. Wir arbeiten darauf hin, bis 2029 an ein überregionales Wasserstoffnetz angeschlossen zu sein. Für die Nutzung dieses Anschlusses ist dann jedoch die Verfügbarkeit von ausreichend Grünem Wasserstoff eine notwendige Voraussetzung. 

Ein weiterer potentieller Anwendungsfall für den Einsatz von Wasserstoff sind die Aggregate der Pfannen- und Verteilerwirtschaft im Elektrostahlwerk.

Auch bei den Brennschneideprozessen im Elektrostahlwerk beabsichtigen wir auf klimaneutralen Wasserstoff als Erdgassubstitut umzustellen. Damit würden wir nicht nur CO2 reduzieren, sondern auch den Schnittprozess beschleunigen, denn Wasserstoff hat eine höhere Flammengeschwindigkeit.

SWT Green Facilities

Wir planen eine erweiterte Abwärmenutzung zum Beispiel aus unseren Abgasströmen, um damit Nutzwärme zu erzeugen. Das bestehende werksinterne Nahwärmenetz kann durch weitere Wärmetrassen und anzuschließende Gebäude ergänzt werden.

Unsere Unternehmensgebäude werden außerdem energetisch saniert und tragen damit zur effizienten Energienutzung bei. Außerdem wird die Beleuchtung im gesamten Unternehmen auf LED-Lampen umgestellt und modernisiert, sowie durch bedarfsgerechte Erneuerungen die Gebäudetechnik auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Mit diesen Maßnahmen konnten wir die CO2e-Emissionen seit 2012 bereits um 2.600 Tonnen reduzieren.